Ausbildung

Mit dem vollendeten 14. Lebensjahr können Mädchen und Jungen als Anwärter in die Bergwacht aufgenommen werden.

Neben körperlicher Fitness und ärztlich bestätigter Eignung für die Anforderungen im Bergrettungsdienst, sollten Zuverlässigkeit und langfristiges Interesse an der Bergwachtarbeit vorhanden sein. Ein sicherer Grundschwung beim Alpinskifahren sollte beherrscht werden. Weitere Erfahrungen im Alpin- und Bergsport sind sehr willkommen.

In ihrer zweijährigen Ausbildungsphase erlernen die Anwärter den Umgang mit professionellem Rettungsgerät und bekommen so eine breite Palette von theoretischem und praktischem Wissen durch erfahrene Ausbilder innerhalb der Ortsgruppe Todtmoos vermittelt. Aber auch für solche Fälle, in denen kein STAN-mässiges Rettungsgerät zur Verfügung steht und man improvisieren muss, eignen sie sich in ihrer Ausbildung das nötige Fachwissen an.

Federführend für die Gestaltung der technischen Ausbildung ist der Leiter Bergrettungsdienst und der Technische Leiter.

Wie bereits erwähnt, ist die Bergwacht meist dort im Einsatz, wo der normale Sanitätsdienst nur schwer hinkommt. Daher müssen die Bergwachtfrauen und -männer dieselben Fähigkeiten in der notfallmedizinischen Ausbildung vorweisen können, wie ihre Kollegen vom strassengebundenen Rettungsdienst. Der Sanitätslehrgang A und B sowie eine weiterführende bergwachtspezifische Sanitätsausbildung, gehören somit zur Grundausbildung der Anwärter.

Verantwortlich für die Sanitätsausbildung ist der Ausbilder Notfallmedizin, sowie der Bergwachtarzt.

Ausbildungsschwerpunkte sind:

+ Massnahmen der ersten Hilfe
+ Notfallmedizin theoretisch und praktisch
+ Alpine Gefahren
+ Wetterkunde
+ Schnee- und Lawinenkunde
+ Karte, Kompass und Orientierung
+ Sprechfunkausbildung
+ Seil- und Knotenkunde
+ Erstversorgung und Bergung Verunfallter aus unwegsamen Gelände
+ Naturschutzkunde
+ Ski- und Akiafahren

Die Ausbildung schliesst mit einer dreitätigen Prüfung ab. Diese wird für alle Anwärter der Bergwacht Schwarzwald zentral in Todtnauberg durchgeführt und umfasst in einem Winter- und Sommerteil, die theoretischen Grundlagen und die Praxis zu Winter- und Sommerrettung.

Mit dem Bestehen der Prüfung erwirbt der Anwärter die volle Einsatzfähigkeit im Bergrettungsdienst und ist für alle Einsätze in unwegsamen Gelände optimal vorbereitet.

 

  Fort- und Weiterbildungen

Nur mit Hilfe einer fundierten Ausbildung und dem nötigen Knowhow sind die Retter der Bergwacht in der Lage, verunfallte Menschen wirkungsvoll zu helfen. Mit der Teilnahme an Pflichtfortbildungen und weiteren Wiederholungskursen, bleibt das Bergwachtmitglied auf dem neuesten Stand und sichert sein erlangtes Wissen.

Innerhalb der Ortsgruppe Todtmoos wird in so genannten Übungsabenden und Probenwochenenden der Ernstfall und Rettungsablauf in verschieden dargestellten Szenarien geübt. In den Sommermonaten liegt der Schwerpunkt bei der technischen Rettung, wobei hingegen zu Beginn des Winters die medizinische Ausbildung im Vordergrund steht.

Auch die Zusammenarbeit mit anderen örtlichen Rettungsorganisationen wird gefördert und so findet jährlich eine Rettungsübung mit der freiwilligen Feuerwehr und dem Deutschen Roten Kreuz in Todtmoos statt.

 

 

 

 

Bei Eignung und Neigung können vom ausgebildeten Bergretter weitere Kenntnisse und Fähigkeiten in speziellen Lehrgängen erlangt werden. Diese finden entweder auf Verbandsebene innerhalb der Bergwacht Schwarzwald statt oder werden extern am Zentrum für Sicherheit und Ausbildung (ZSA) im bayrischen Bad Tölz durchgeführt.

 

 

 

 

 

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen unter anderem in:

+ Fachausbilder Notfallmedizin
+ Ausbildung zum Rettungs- und Bergrettungssanitäter
+ Grundausbildung Luftrettung
+ Rettungsspezialist Helikopter (RSH)
+ Retter an Seil- und Sesselbahnen
+ diverse Ausbildungslehrgänge in Sommer-, Winter-, und Höhenrettung
+ Einsatzleiter Bergwacht
+ Gruppen- und Zugführer im Katastrophenschutz

+ Fahrer von allradgetriebenen Einsatzfahrzeugen und Skidoo-Gespannen