28.07.09 Mountainbikeunfall in der Hohwehraschlucht

Zu einem anspruchsvollem Rettungseinsatz wurde die Bergwacht Todtmoos am 28.07.2009 gerufen.
Ein 41-jähriger Mountainbiker befuhr mit seiner Frau die teilweise recht unzugängliche Hohwehraschlucht vom Ibacher-Kreuz in Richtung Todtmoos. Auf Grund des nassen und felsigen Untergrundes kam er vom weg ab, stürzte über eine etwa zwei Meter hohe Böschung in die darunter fließende Wehra und zog sich dabei schwere Prellungen im Bereich der Lenden- und Beckenwirbelsäule zu.
Um 14:48Uhr wurde über die Rettungsleitstelle Waldshut der Alarm für die Ortsgruppe Todtmoos ausgelöst. Bereits um 14:57Uhr rückten vier Bergretter mit dem EInsatzfahrzeug von der BErgretungswache Mättle zu der vermuteten Unfallstelle aus. Die Frau des verunfallten konnte mit ihrem Mobiltelefon zwar Kontakt mit der Rettungsleitstelle Waldshut, bzw. dem Einsatzleiter der Bergwacht Todtmoos aufnehmen, aber aufgrund ihrer Ortsunkenntnis zunächst keine präzisen Angaben zum genauen Unfallort in der Schlucht machen. In Absprache mit dem inzwischen eingetroffenen Notarztes und der Besatzung des DRK-Rettungswagen 383/1 aus Segeten, beschloss der Einsatzleiter der Bergwacht, die Schlucht zunächst in dem für Kraftfahrzeuge geeigneten Gelände abzusuchen, was zu keinem Erfolg führte. Erst nachdem ein Wanderer den Fahrweg erreichte und präzise Angaben zum Unfallort machen konnte, wurden zwei Bergretter abgesetzt, die um 15.20Uhr bei der verletzten Person eintrafen.
Da die Unfallstelle in einem Bereich lag, der für Kraftfahrzeuge nicht zu erreichen war, dirigierte der Bergwacht-Einsatzleiter die Rettungskräfte, vom teilweise befahrbaren Schluchtausgang, an den Unfallort.
Hierbei zeichnete sich wiederholt die Ausstattung mit mit allradgetriebenen Fahrzeugen innerhalb der Bergwacht Schwarzwald aus und so konnten die Bergretter mit dem aufgenommenen Notarzt und der RTW-Besatzung in kürzester den befahrbaren Teil der Schlucht erreichen.
Nachdem der Unfallort nach etwa 300 Metern Fußmarsch erreicht wurde, konnte der bis dahin immer noch im Bachbett liegende Mountainbiker unter zu Hilfenahme der Schaufeltrage und Vakuum-Matratze geborgen und auf die Gebirgstrage mit Radsatz umgelagert werden. Auf Grund der Schwere der Verletzungen forderte der Notarzt, in Absprache mit dem Einsatzleiter der Bergwacht, einen Rettungshelikopter zum weiteren Transport an.
Anschließend wurde die verletzte Person von den Bergrettern mit der Gebirgstrage bis an den Schluchtausgang gebracht und um 15:52Uhr der Besatzung des RTW 383/1 übergeben. Nach Stabilisierung und weiterer Versorgung wurde der verletzte Mountainbiker um 16:25Uhr der Besatzung des inzwischen an der Todtmooser Schule gelandeten Rettungshelikopter Christoph 54 aus Freiburg übergeben.
Um 16:45Uhr konnten die Bergretter der Ortsgruppe Todtmoos ihren Einsatz beenden.

Anzumerken ist noch, dass die Hohwehraschlucht in keinster Weise als Mountainbikestrecke geeignet ist. Wegesbreiten unter einem halben Meter, streckenweise abschüssiges und felsiges Gelände mit Abbruchkanten machen die Durchfahrt mit einem Mountainbike  zu einem gefährlichen Unternehmen.

=> Zurück zur Übersicht