30.01.15 Lawinenunglück am Feldberg

Feldberg -  Am Freitagabend ist es traurige Gewissheit: Zwei Menschen haben am Feldberg bei zwei verschiedenen Lawinenabgängen ihr Leben verloren, darunter eine 58-jährige Frau aus dem Landkreis Waldshut.

Zwar konnten ein 20-jähriger Mann aus Freiburg und eine 58-jährige Frau aus dem Landkreis Waldshut von Rettern aus dem Schnee befreit werden, doch gegen Abend gab das Polizeipräsidium Freiburg bekannt, dass die beiden Lawinenopfer das Unglück nicht überlebt haben. „Der Mann ist noch im Bereich der Fundstelle verstorben“, informierte Polizeisprecher Walter Roth.

Die zwei Lawinenabgänge beschäftigen zahlreiche Rettungskräfte im Bereich Feldberg und am Herzogenhorn nahe der „Krunkelbachhütte“. Die erste Lawine ging am frühen Nachmittag auf der Nordseite des Feldbergs, dem höchsten Berg in Baden-Württemberg, oberhalb der sogenannten „Zastlerhütte“, ab. Sie verschüttete einen 20 Jahre alten Tourenskigeher. Sein Begleiter alarmierte die Rettungskräfte. Von dem Verschütteten fehlte zunächst jede Spur. So wurden mehrere Suchtrupps der Bergwacht in Gang gesetzt. Der Mann konnte knapp zwei Stunden später gefunden und ausgegraben werden. Versuche der Rettungskräfte, ihn zu reanimieren, blieben erfolglos.

Etwa eine Stunde später wurde ebenfalls ein Schneerutsch am Südhang des Herzogenhorns gemeldet. Auch hier wurde eine Person verschüttet. Die Retter gingen hier von einem Skifahrer oder Schneeschuhwanderer aus. Die vermisste 58-jährige Frau war rund eine Stunde nach dem Abgang des Schneebretts leblos aufgefunden worden. „Auch hier blieben Reanimationsmaßnahmen leider ohne Erfolg“, sagte Roth. Eine weitere Person, die sich mit einer kleineren Gruppe in Begleitung der 58-Jährigen befand, wurde ebenfalls durch die Schneemassen getroffen und im Brustbereich verletzt, sie wurde in eine Klinik eingeliefert. Knapp einhundert Rettungskräfte waren im Großeinsatz, unterwegs mit Schneemobilen mit Rettungskorb und einem Pistenbully.

„Die erste Meldung vom Abgang einer Lawine oberhalb der Zastlerhütte ging kurz vor 13.30 Uhr ein. Zwei junge Männer wurden dabei von den Schneemassen verschüttet, wobei sich einer selbst befreien konnte“, informierte Feldbergs Bürgermeister Stefan Wirbser.

Im Zusammenhang mit den beiden Unglücksfällen verwies Roth darauf, dass aktuell in den Höhenlagen des Südschwarzwaldes, vor allem im Bereich des Feldbergs, auch noch für das Wochenende, akute Lawinengefahr besteht. Fußgänger, Wanderer und Ski-Fahrer werden gebeten, diesen Bereich zu meiden.

Quelle: Südkurier.de

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